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Interview mit Susanne Rosenberger, Geschäftsführerin des Habinghorster Pflegedienstes S. Rosenberger und der Tagespflege am Nordbad.

 

Was ändert sich durch das Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) für die Angehörigen?

Die Pflegegrade wurden neu definiert. Das ist auf jeden Fall vorteilhaft, damit es gelingt, dass die zu Pflegenden individuell beurteilt werden können. Auch für Demenzkranke war die bisherige Beurteilung eher nachteilig.

 

Was steckt hinter dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und den neuen Pflegegraden? Was ist jetzt anders?

Jetzt werden auch die kommunikativen und kognitiven Fähigkeiten der Menschen berücksichtigt. So erhalten Demenzkranke viel leichter die Unterstützung, die sie brauchen. Auch Menschen mit wenig Einschränkungen profitieren und können den ersten Pflegegrad erhalten.

 

Welche Leistungen können Pflegebedürftige jetzt mit der Pflegestufe 1 leichter erhalten?

Es kommen Entlastungsleistungen oder Wohnumfeldverbesserungen in Frage.

 

Was gehört zu diesen Entlastungsleistungen?

Dazu gehören für Pflegebedürftige der Grade 2 – 5 teilstationäre Tages- oder Nachtpflege, Kurzzeitpflege und Leistungen des ambulanten Pflegedienstes im Bereich der Selbstversorgung. Außerdem können Angebote, die die Betroffenen im Alltag unterstützen bezahlt werden. Das bezieht sich auf § 45a SGB XI.

 

Was wird davon nicht abgedeckt?

Nicht bezahlt werden Leistungen des Pflegedienstes für die Körperpflege, da dies über die Pflegesachleistungen finanziert wird. Es sei denn die Pflegebedürftigen haben Pflegegrad 1. Dann bekommen sie ja keine Pflegesachleistungen und können daher mit dem Entlastungsbetrag auch einen Pflegedienst für die Körperpflege bezahlen.

 

Was bedeutet das für Angehörige, die jemanden in der Tagespflege unterbringen möchten?

Durch den Anstieg von Geld- und Sachleistungen ist auch der zusätzliche Betrag für die Tagespflege von der Pflegekasse angepasst worden.

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